Analyse der Person Thomas Buddenbrock im Roman „Die Buddenbrocks“ von Thomas Mann

Thomas Buddenbrock füllt in dem Roman „Die Buddenbrocks“ mehrere Rollen aus. Er muss , um seine Familie zu erhalten und deren Ansehen und Macht zu sicher seine Persönlichkeit der Familie und seinem Leben unterordnen. Gerade weil er so viele unterschiedliche Rollen „besetzen muss kann man den Menschen in ihm gut erkennen.

Als Geschäftsmann und Senator wird Thomas als eine solide, vertrauenswürdige und äußerst respektable Person wahrgenommen. Durch verschiedene Entwicklungen im Buch wird jedoch klar, das Thomas seine Abenteuer- und Entdeckungslust unterdrückt und damit genau die Eigenschaften unterdrückt die sein Bruder verkörpert. Zudem zweifelt Thomas immer mehr an seiner Funktion als Kaufmann, da er durch die Position als Senator völlig neue Einblicke auf die Welt bekommt. Was Thomas nicht erkennt ist, dass sein Postion als Kaufmann der reichen und wichtigen Familie Buddenbrock, ihm die Wahl für das Amt des Senators überhaupt erst ermöglicht hatte.Durch seinen verschiedenen Ansichten verwirrt muss sich Thomas neu finden. Dies zeigt sich auch auf Seite 659 f. Als er immer mehr durch seine anderen Verpflichtungen belastet wird. „Sein Gehirn stand still, sein Wissen erlosch und in ihm gab es wieder nichts mehr als verstummende Finsternis.“

Die Finsternis bezieht sich hierbei auf die massiven inneren Probleme von Thomas und die Zweifel die er mit seinem Lebenszweck verbindet. Hier wird das vor allem in der späteren Anspielung auf die Weltanschauungen Thomas deutlich, da er sich jene überhaupt noch bilden muss. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist , dass Thomas hofft in seinem Sohn Hanno fortzulaufen und eine Zukunft der Familiengeschichte der Buddenbrocks zu ermöglichen. „ Ein Bild schwebte ihm vor, nach dem er seinen Sohn zu modeln sich sehnte.“ ( S.522 )

Da Hanno aber eine „wilde“ und freilebige Natur hat und seinem Onkel näher steht als seinem Vater entfremden sich Vater und Sohn immer mehr. Vor allem durch die strenge Behandlung Thomas gegenüber seinem Sohn z.B. auf Seite 524 lässt die Beziehung kälter werden, zeigt jedoch auch den Unwillen Hannos die Dynastie fortzuführen. „Ich glaubte…Ich glaubte…Es käme nichts mehr (S.525)

Auch auf den Seiten 522 und 523 zeigt sich die Verabscheuung desVaters gegenüber der musikalischen und geselschaftlichen Vorlieben seine Sohnes die nicht den Vorstellungen des Vater genüge tun. „Hätte er wenigstens die Musik unterdrücken können[….]

Somit zeichnet sich mit den Entwicklungen ein Niedergang der Vorstellungen des Vaters sowie die negative Entwicklung der seelischen Verfassung des Thomas Buddenbrock.

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