„Wenn Liebe nicht ist“ Petrarca“

 

Das Gedicht S’amor non e wurde 1340 veröffentlicht und stammt aus der Feder des Humanisten Francesco Petrarca. Der formale Aufbau des Gedichts besteht aus 2 Quartetten und zwei Terzetten. Aufgrund des Inhalts des Textes lässt sich die These aufstellen, dass das Gedicht ein Beklagen des eigenen Schicksals ist und das lyrische Ich als Petrarca identifiziert werden kann.

In der ersten Strophe stellt das lyrische Ich fest, was ihn innerlich so beschäftigt. [„Wenn Liebe nicht, was ist’s, das in mir wühlt?“] Hier ist der Aufbau des Satzes von entscheidender Bedeutung für die Interpretation. Der rhetorische Satzbau, ist bewusst vorgenommen worden, da das lyrische Ich keine passende Gegenantwort aufbringen kann. Des Weiteren versucht das lyrische Ich eine passende Definition der Liebe[Z.2 „Ist’s Liebe, Gott, was mag die Liebe sein?“], und beschreibt seine Auffassung, ob jene gut oder schlecht ist, in Zeile 3-4. [„Ist’s gut, warum bringt sie so harte Pein?“; „Ist’s schlimm, hat je man eine süßre Qual gefühlt.“] Außerdem sticht hier die Antithese, süßre-Qual, hervor und deutet auf, dass das lyrische Ich trotz der Klagen die Liebe genießt, und sich auch deshalb der Liebe hingibt.

Die zweite Strophe ist ebenfalls monolog angelegt, und erneut versucht der Autor sich über seine Ideale, bzw. seine Vorstellungen über Liebe bewusst zu werden. [„ Wenn ich so brennen will, warum die Klage“] Das lyrische Ich versucht eine Analyse seiner Liebe durchzuführen, denn das „brennen“ steht für die Liebe des lyrischen Ichs für das lyrische Du, und die „Klage“ für sein hin und her schwanken des Gefühls der Liebe zum lyrischen Du. In Zeile 6 [„Erleid ich’s, was hilft Schreien mir und Flehn?“] stellt das lyrische Ich ganz klar fest, dass er diese Gefühle erträgt, und das er sich nicht von seinem eigenen Jammern und Klagen von der Liebe zu dem lyrischen Du abbringen lässt. In der 7. Zeile sind zwei wichtige Antithese zu erkennen. [„Lebenger Tod, o köstliches Vergehen.“]Diese sind einmal Lebendger- Tod, und köstliches – Vergehen. Diese Antithesen bestätigen erneut die These das das lyrische Ich die Liebe zu dem lyrischen Du will, auch wenn er weiß das ein Vergehen ist. Dies ist auch als Indiz zu deuten, dass Petrarca sich selbst als lyrisches Ich im Gedicht verwendet hat.

Waren die ersten beiden Strophen noch in der Form des Quartettes aufgezeichnet worden, so sind die nächsten beiden Strophen Terzette. Dies ist als rhetorisches Mittel durchaus zu verstehen, da in den ersten beiden Strophen hauptsächlich in Form von Monologen Fragen gestellt werden, und in der 3 und 4 Strophe das lyrische Ich ganz klar seine eigene Meinung herausstellt.

In der ersten Zeile der 3. Strophe stellt das lyrische Ich seine Einwilligung in die Beziehung da, und eindeutig klar heraus, [„ Doch will ich’s, ist mein Jammern falsches Spiel“] Hier wird meine These erneut bestätigt, da hier auch die persönliche Meinung Petrarcas herausgestellt wird. Dies ist in dem Kontext der Liebe Petrarcas zu Laura zu sehen, da sich im Gedicht auch Petrarcas Liebesgeschichte sich wiederspiegelt.

Die vierte Strophe fasst die gesamte Thematik des Gedichts zusammen und verdeutlicht anhand der Zeile 2 , “ Daß selber ich nicht weiß, was gern ich möchte, „ noch einmal die Unentschlossenheit des Protagonisten. Dieser kann sich durch seine Gefühle im Wanken nicht für eine einheitliche Handlungsweise entscheiden. Dies lässt sich auch auf Petraka übertragen , der sich nicht entschließen kann welchen Weg er einschlagen soll.

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